CapeVET

CAPE-VET – Kooperative Untersuchung der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gestaltung von Hochschulqualifizierungsprogrammen für Berufsbildungkräfte 

Das CAPE-VET Forschungsvorhaben zielt auf eine Verbesserung der Ausbildungsstrukturen zur Qualifizierung des Berufsbildungspersonals in Südafrika in Zusammenarbeit mit deutschen akademischen Partnern und Industriepartnern. Schwerpunkt des Vorhabens ist die Untersuchung länderspezifischer Anforderungen zur Etablierung eines Hochschulqualifizierungsprogramms für Lehrkräfte in der beruflichen Bildung mit anpassungsfähigen Transferelementen aus dem deutschen Berufsbildungssystem.

Zur Gestaltung einer qualitativ hochwertigen und betrieblich fundierten beruflichen Ausbildung werden die Gelingensbedingungen auf den unterschiedlichen Entwicklungs- und Entscheidungsebenen erfasst und bewertet. Einerseits geht es um einführende Analysen des gegenwärtigen TVET-Systems in Südafrika und der Bildungsangebote für TVET-Lehrer. Anderseits werden durch die Forschungsaktivitäten die Unternehmen als wichtige Stakeholder Gruppe eingebunden, um sie perspektivisch für eine Zusammenarbeit zu gewinnen.

Zur Ermittlung der Entwicklungsperspektiven des TVET Sektors hinsichtlich der Qualifizierung von Lehrkräfte werden qualitativen Erhebungen mittels begleitenden Beobachtungen und Interviews durchgeführt. Diese Erhebungsmethode wird an mehreren Tagen und über mehrere Stunden an verschiedenen TVET-Colleges in der Western-Cape Region im November 2020 stattfinden. Ziel dieser intensiven Methode ist es, dass die Forscher als teilnehmende Beobachter den Alltag von TVET-Lehrer erfahren.

Diese Exploration im authentischen Arbeitsumfeld, vertieft die Erhebungen durch Einblicke in professionelle Perspektiven zu den gegenwärtigen Entwicklungen, Herausforderungen und Bedürfnissen der Akteure am TVET-College.

Für die Datenerhebungen an den Unternehmen werden Interviews ausgearbeitet und im November 2020 an einer Gruppe von Unternehmen mit überwiegend deutscher Hintergrund durchgeführt.

Ziel ist die Gewinnung von Erkenntnissen über die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften, sowie aktuelle Ausbildungsbedarfe und Verfügbarkeit von eigenen Ausbildungskapazitäten.

Auf Grundlage der Forschungsergebnisse werden Handlungsempfehlungen für die Entwicklung von bedarfsorientierten Studiengängen für die Ausbildung von TVET-Lehrkräften an der Partnerhochschule in Südafrika formuliert. Die Handlungsempfehlungen für einen bedarfsorientierten länderspezifischen Transfer von anpassungsfähigen Elementen des deutschen Berufsbildungssystems werden nach Projektende im Rahmen eines Pilotstudiengangs für die Professionalisierung der TVET Lehrer erprobt.

Langfristig zielt das Projekt auf Wissenstransfer und Übertragung der Forschungsergebnisse an weitere Bildungs- und Wirtschaftspartner aus der Region.

Die Aktivitäten in Projekt CAPE-VET sind in drei thematischen Arbeitsbereiche organisiert – Forschungsmaßnahmen und Datenerhebung, Übertragung der Forschungsergebnisse und Wissenstransfer. Die bisherigen Aktivitäten umfassen vor allem Maßnahmen des ersten Arbeitsbereichs. Ziel war die Abstimmung der Begrifflichkeiten, Ermittlung des Ist-Zustands und Ableitung von relevanten Einflussfaktoren sowie die Datenerhebung und Auswertung bezüglich der Ausbildungsbedarfe der zwei Hauptzielgruppen - die TVET Lehrer und Vertreter der Industrie. Einen Überblick über das VET-/TVET-System wurde ebenso erstellt wie ein entwicklungsoffenes komprimiertes Glossar zur Orientierung im TVET-System in Südafrika. Im Rahmen der vorbereitenden Forschungsaktivitäten wurde auch eine Studie zur Erfassung der aktuellen politischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen durchgeführt. Auf dieser Grundlage wird derzeit eine Analyse zur Ableitung bedeutender Einflussfaktoren für die weiteren Projektaktivitäten durchgeführt.

 

 

Projektdaten und Kontakt

Laufzeit

01.04.2019 bis 31.03.2022

 

Förderkennzeichen

01BF18006A

 

Ansprechpartner*innen

Evgenia Mahler, Tel.: +49 3841 753-7678

 

Projektleitung

Prof. Dr. Michael Schleicher, Tel.: +49 3841 753-7217

 

Projektmitarbeiter*innen

Evgenia Mahler, Tel.: +49 3841 753-7678

Petya Gospodinova, Tel.: +49 3841 753-7186

 

Kooperierende Institutionen (national und international):

Europa-Universität Flensburg, Deutschland

  • Prof. Dr. Axel  Grimm
  • Dipl- Päd. Jonas Gebhardt
  • Dipl.-Berufspäd. Maik Jepsen

 

Hochschule Flensburg, Deutschland

  • Prof. Dr. Kay Pfaffenberger
  • Dipl. Martin Kühn

 

Cape Peninsula University of Technology, Südafrika

Frau Jacqueline Scheepers